Dienstag, 27. Juli 2010
Segeln in Hendaye
Vorletztes Wochenende habe ich meinen ersten Segelausflug unternommen! Das Boot hat ganz schön geschaukelt und es gab sogar Leute unter uns die ein wenig seekrank geworden sind! Aber seht selbst! Die Bilder sind wie immer links am Rand!
Sonntag, 4. Juli 2010
Praktium
Seit erstem Juli bin ich jetzt schon bei meinem Praktikum und endlich komme ich mal dazu euch zu erzählen, was ich da so treibe. Alsoooo *tieflufthol* Meine Aufgabe ist es, mit Hilfe einer Messsonde die Anteile von flüssigem und dampfförmigen Fluid in einer Test-Röhre festzustellen. Das für die Messungen verwendete Fluid ist ist ein Kühlmittel namens HFE-7100. Dieses wird für die Versuche benutzt, weil es ähnliche Eigenschaften wie das Raketentreibstoffgemisch aus flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff hat.
Wozu die Ähnlichkeit zum Treibstoffgemisch? Die gleichen Messungen, die ich jetzt am Boden mache, sollen später noch einmal während eines Parabolfluges durchgeführt werden, um das Verhalten des treibstoffähnlichen Fluides in der Schwerelosigkeit zu untersuchen. Da werde ich dann allerdings nicht mitfliegen *seufz*
Die Eigenschaften (im besonderen das Verhältnis von Dampf und Flüssigkeit) sollen in der Schwerelosigkeit untersucht werden, um besser zu Verstehen, wie sich der Raketentreibstoff im Weltall verhält. Zur Zeit werden Raketen nämlich nur von der Erde aus gestartet. In Zukunft will man aber vielleicht auch von einem Planeten zum anderen Reisen ;) Oder vielleicht auch erstmal von einem Satelliten zum nächsten, damit diese nach Lebensende nicht als Weltraummüll enden oder in die Atmosphäre geschossen werden und dort verglühen, so wie es im Moment der Fall ist.
Wie ihr seht ist meine Arbeit also höchstwichtig für die Zukunft der europäischen Raumfahrt ;D
Mein Chef Brian und auch die anderen aus meiner Gruppe sind alle super nett, noch recht jung und international bunt durchmischt. Stress und schlechte Laune scheint man unter den Forschern nicht zu kennen. Zur Zeit macht unsere Gruppe auch gerade ein Petanque-Tournier. Das ist dieses Spiel wo man die großen Kugeln möglichst dicht an eine kleine Kugel werfen muss. Nicht gerade Hochleistungssport, aber bei der Hitze hier völlig ausreichend. In den Mittagspausen werden also die Kugeln geschwungen und wie es sich für den Süden Frankreichs gehört Pastis getrunken. Schmeckt mir persönlich aber überhaupt gar nicht dieser Anis-Schnaps.

Petanque
Für die, die's noch genauer wissen wollen:
Die Messsonde, die ich benutze, besteht aus einer Kunststoffröhre, in die innen zwei Metallringen eingearbeitet sind, die man an einen Stromkreis anschalten kann. Sie funktioniert nach dem Prinzip eines Kondensators (das ist ein Ding, das elektrische Ladung speichert, quasi wie eine Batterie und die gespeicherte Ladung nennt man Kapazität). Wenn nun zwischen den Metallringen eine Flüssigkeit ist, misst man eine höhere Kapazität als wenn dort Dampf ist. So kann man dann mit Hilfe einer Formel das Verhältnis von Dampf und Flüssigkeit in der Röhre ausrechnen. Um diese Formel zu bestimmen, mache ich Messungen mit Teflon- und Pyrex-Stäben, deren Permittivitäten der Permittivität von flüssigem bzw. dampfförmigen HFE-7100 ähneln. Dank der Stäbchen ist also das vorhandene Dampf- bzw. Flüssigkeitsvolumen bekannt und es kann ein Zusammenhang zwischen der gemessenen Kapazität und dem Volumen hergestellt werden.

Messsonde
Wozu die Ähnlichkeit zum Treibstoffgemisch? Die gleichen Messungen, die ich jetzt am Boden mache, sollen später noch einmal während eines Parabolfluges durchgeführt werden, um das Verhalten des treibstoffähnlichen Fluides in der Schwerelosigkeit zu untersuchen. Da werde ich dann allerdings nicht mitfliegen *seufz*
Die Eigenschaften (im besonderen das Verhältnis von Dampf und Flüssigkeit) sollen in der Schwerelosigkeit untersucht werden, um besser zu Verstehen, wie sich der Raketentreibstoff im Weltall verhält. Zur Zeit werden Raketen nämlich nur von der Erde aus gestartet. In Zukunft will man aber vielleicht auch von einem Planeten zum anderen Reisen ;) Oder vielleicht auch erstmal von einem Satelliten zum nächsten, damit diese nach Lebensende nicht als Weltraummüll enden oder in die Atmosphäre geschossen werden und dort verglühen, so wie es im Moment der Fall ist.
Wie ihr seht ist meine Arbeit also höchstwichtig für die Zukunft der europäischen Raumfahrt ;D
Mein Chef Brian und auch die anderen aus meiner Gruppe sind alle super nett, noch recht jung und international bunt durchmischt. Stress und schlechte Laune scheint man unter den Forschern nicht zu kennen. Zur Zeit macht unsere Gruppe auch gerade ein Petanque-Tournier. Das ist dieses Spiel wo man die großen Kugeln möglichst dicht an eine kleine Kugel werfen muss. Nicht gerade Hochleistungssport, aber bei der Hitze hier völlig ausreichend. In den Mittagspausen werden also die Kugeln geschwungen und wie es sich für den Süden Frankreichs gehört Pastis getrunken. Schmeckt mir persönlich aber überhaupt gar nicht dieser Anis-Schnaps.

Für die, die's noch genauer wissen wollen:
Die Messsonde, die ich benutze, besteht aus einer Kunststoffröhre, in die innen zwei Metallringen eingearbeitet sind, die man an einen Stromkreis anschalten kann. Sie funktioniert nach dem Prinzip eines Kondensators (das ist ein Ding, das elektrische Ladung speichert, quasi wie eine Batterie und die gespeicherte Ladung nennt man Kapazität). Wenn nun zwischen den Metallringen eine Flüssigkeit ist, misst man eine höhere Kapazität als wenn dort Dampf ist. So kann man dann mit Hilfe einer Formel das Verhältnis von Dampf und Flüssigkeit in der Röhre ausrechnen. Um diese Formel zu bestimmen, mache ich Messungen mit Teflon- und Pyrex-Stäben, deren Permittivitäten der Permittivität von flüssigem bzw. dampfförmigen HFE-7100 ähneln. Dank der Stäbchen ist also das vorhandene Dampf- bzw. Flüssigkeitsvolumen bekannt und es kann ein Zusammenhang zwischen der gemessenen Kapazität und dem Volumen hergestellt werden.

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